26th Eurographics Symposium on Rendering (EGSR 2015)

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26th Eurographics Symposium on Rendering (EGSR 2015)

23.-26. Juni 2015

Das Eurographics Symposium on Rendering ist eine der wichtigsten Konferenzen im Bereich der Bildsynthese (Rendering) und damit verwandten Themengebieten. Im Jahre 2015 fand das Symposium zum zweiten Mal (nach 1994) in Darmstadt statt – und zwar vom 23.-26. Juni in den Räumen des Fraunhofer Instituts für graphische Datenverarbeitung.

Das Symposium begann am 23. Juni mit dem Workshop on Material Appearance Modeling (MAM 2015), der von rund 60 Teilnehmern besucht und von Holly Rushmeier (Yale University) und Reinhard Klein (Universität Bonn) organisiert wurde. Inhaltlich ging es hierbei vor allem um die standardisierte Beschreibung von Materialien im Umfeld der Computer Graphik, mathematische Modelle zur Materialbeschreibung, Messverfahren zur Bestimmung von Materialeigenschaften sowie die optische Klassifizierung von Materialien. Der MAM Workshop war geprägt von intensiven Diskussionen der anwesenden Wissenschaftler und Industrievertreter, im Rahmen derer es sich gezeigt hat, dass viele Fragestellungen zu Materialen noch nicht erforscht und gelöst sind.

Das eigentliche Eurographics Symposium on Rendering fand direkt im Anschluss daran vom 24.-26. Juni 2015 statt und wurde von rund 130 Teilnehmern aus 5 Kontinenten besucht. Das Programm des EGSR wurde von den beiden Program Chairs Jaakko Lethinen (Aalto University School of Science und NVIDIA Research) und Derek Nowrouzezahrai (University of Montreal) unter Mitwirkung eines 40-köpfigen Programmkomitees erstellt. Die vorgestellten wissenschaftlichen Arbeiten lassen sich in drei Kategorien einteilen:

  • Reguläre EGSR-Papers mit Veröffentlichung im Computer Graphics Forum Journal: Diese Arbeiten haben einen erweiterten Review-Prozess durchlaufen, um als Zeitschriftenbeitrag veröffentlicht werden zu können. Von 53 eingereichten Arbeiten wurden 16 als reguläre EGSR-Papers zur Veröffentlichung angenommen.
  • EGSR-Papers aus dem „Experimental Ideas and Implementations“-Track: Diese Kategorie ermöglicht es, neueste Arbeiten, die noch nicht die Reife eines Zeitschriftenbeitrags erreicht habe, oder auch Arbeiten über interessante Implementierungsdetails zu veröffentlichen. Von den 13 eingereichten Arbeiten wurden 6 zur Veröffentlichung angenommen. Außerdem wurden 7 als reguläre Papers eingereichte Arbeiten an diesen Track verwiesen und vorgestellt.
  • Thematisch relevante, bereits publizierte Zeitschriftenbeiträge aus dem Computer Graphics Forum Journal: Die Autoren von im Computer Graphics Forum erschienenen Zeitschriftenbeträgen, die thematisch für den EGSR relevant sind, wurden eingeladen, einen Vortrag über Ihre Arbeit zu halten. Insgesamt wurden 9 solcher Arbeiten auf dem EGSR 2015 vorgestellt.

Inhaltlich deckten die Beiträge ein breites Spektrum von Themen aus dem Bereich des Renderings ab. Dies lässt sich zum Beispiel in den Titeln der einzelnen Konferenz-Sessions ableiten:

  • Shadows
  • Material appearance
  • Light in space and time
  • Appearance changes and images
  • Ray Tracing
  • Light paths
  • Exposure and video
  • Real-time rendering and filtering
  • Perception and simplification

Der langjährigen Tradition des Eurographics Symposium on Rendering folgend, wurde auch dieses Jahre der Diskussion der Veröffentlichungen ein großer Stellenwert eingeräumt. Am Anschluss an jeden Vortrag ergab sich daher regelmäßig eine lebhafte Diskussion der vorgestellten Themen.

Darüber hinaus konnten zwei hochkarätige, international renommierte Sprecher für eingeladene Vorträge gewonnen werden. Stephen Hill von Ubisoft in Montreal stellte in seinem Invited Talk mit dem Titel „Game Rendering: Past, Present … and Future?“ dar, wie eine Reihe von grundlegenden Forschungsfragen gelöst und im Kontext aktueller Spieletitel in praktische Lösungen umgesetzt werden konnten. Unter dem Titel „Rendering Research at Weta Digital“ diskutierte Luca Fascione, Head of Rendering Research at Weta Digital, Herausforderungen und Lösungen aus dem Bereich des Renderings für Visual Effects. Ein besonderer Schwerpunkt bildete dabei die wissenschaftliche Herausforderung, Renderingverfahren für zukünftige Hardware-Plattformen zu entwickeln, die keine effiziente Programmierung mittels bestehender Standard-Programmiermodelle ermöglichen.

Weiter Informationen zum 26th Eurographics Symposium on Rendering finden Sie auf der Webseite der Veranstaltung.

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